Julian
Super unkomplizierte und persönliche Orga. Wir hatten einen genialen Portaledge Coaching Kurs auf unsere Wünsche zugeschnitten.
Bigwall-Klettern geht über das normale Mehrseillängenklettern hinaus: schwieriges technisches Klettern, Material für mehrere Tage, ein Haulbag, der bis zu 100 kg wiegen kann, und ein Portaledge als Schlafplatz in der Wand. Wer nach El Capitan will oder eine lange Wand mit Biwak plant, sollte diese Abläufe vorher am Boden und in Bodennähe üben, nicht erst in der Wand. Genau das ist der Inhalt dieses Coaching-Tages: Wir trainieren die Grundtechniken des Bigwall-Kletterns unter Anleitung eines Bergführers, in einem Rhythmus, der Fehler zulässt und Korrekturen erlaubt. Der Tag ist bewusst kompakt gehalten. Er ersetzt keinen mehrtägigen Bigwall-Kurs, gibt aber die Basis, auf der man weiter aufbauen kann.
ab CHF 350.00

Bigwall-Techniken sind nicht nur für Bigwaller nützlich. Simul-Climbing, Shortfixing, Jümarn am Seil und effizientes Seilhandling können auch auf moderaten Mehrseillängen gute Dienste leisten: wenn die Zeit vor dem Gewitter drängt, eine nasse Stelle nicht frei geklettert werden kann oder ein verletzter Partner zum Stand gezogen werden muss. Und wer eine lange Wand plant, spart mit geübten Abläufen Stunden, die man sonst am Stand vertrödelt. Der Zeitverlust durch mangelnde Ausrüstung oder unbekannte Systeme ist in langen Wänden oft enorm.
Haulen: Wie ein Haulbag («PIG») gezogen wird. Wir üben das Ein-zu-eins-System mit Seilrolle und blockierender Rolle und den Flaschenzug für schwere Säcke. Wichtig ist die Reihenfolge am Stand: Der Haulbag wird erst vom Stand gelöst, wenn er ein paar Zentimeter aufgezogen ist und die Haulline in der blockierten Rolle eingehängt ist. Sonst droht der Absturz des Sacks. Wir positionieren den Sack so, dass er beim Lösen freie Fahrt hat, und vermeiden Pendelstürze.
Jümarn: Aufstieg am Fixseil mit Steigklemmen, horizontal und vertikal. Übergänge, Standplatzwechsel, Umgang mit dem Seil.
Aid Climbing: Technisches Klettern mit Trittleitern (Etriers) und Daisy Chains. Wie man sich Zwischensicherungen als Kletterhilfe zunutze macht, wie man einen Fixpunkt testet und wie der Nachsteiger die Seillänge räumt («cleant»).
Portaledge: Aufbau, Einhängen am Stand, Management der Säcke, Anordnung der Haulbags. Die Säcke sollten so hängen, dass man ihren Inhalt gut erreicht, aber nicht zu hoch, damit sich das Portaledge nicht darunter schiebt. Die Öffnung des Haulbags liegt idealerweise ca. 50 cm über dem Portaledge.
Standplatz-Management und Seilhandling: Wie wir Standplatzwechsel schneller und ordentlicher machen, was wo hängt und in welcher Reihenfolge wir vorgehen.
Ein Tag reicht, um die Abläufe zu verstehen, sie erstmals sauber auszuführen und Fehlerquellen zu erkennen. Er reicht nicht, um eine Bigwall-Route zu klettern oder eine Nacht im Portaledge zu erleben. Wer weitergehen will, plant danach ein mehrtägiges Coaching oder eine erste kurze Bigwall-Route. Wir beraten dich gerne bei den nächsten Schritten.
Julian
Super unkomplizierte und persönliche Orga. Wir hatten einen genialen Portaledge Coaching Kurs auf unsere Wünsche zugeschnitten.
Jan
Sehr gut organisierter Big Wall Kurs. Kommunikation lief reibungslos und zeitgemäss via Whatsapp. Gerne wieder.
Selbständiges Klettern von Mehrseillängen im Bereich 5c+/6a mit entsprechender Sicherungstechnik und Standplatzbau. Grundkenntnisse im Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln, Übersicht über die gängigen Knoten und Sicherungsgeräte. Keine Bigwall-Erfahrung nötig.
Kein alpines Konditionserfordernis, der Zustieg ist kurz. Haulen und Jümarn sind körperlich anstrengend, weil man Gewicht bewegt. Ausdauer für einen intensiven Kurstag reicht.
Kurszeit: ca. 6 bis 7 Std. Treffpunkt: wird in der Woche vor dem Kurs kommuniziert Abschluss: ca. 16:00 Uhr
Wir treffen uns am vereinbarten Ort, prüfen Material und Erwartungen und klären, wo jeder steht. Am Vormittag Grundlagen: Material und Systeme (Haulbag, Rollen, Steigklemmen, Trittleitern), dann die ersten Übungen am Boden und in Bodennähe. Danach Haulen und Jümarn im Wechsel, damit sich die Rollen aller Teilnehmenden abwechseln. Am Nachmittag Aid Climbing an einer kurzen Wand, Aufbau und Management des Portaledge, zum Schluss ein Durchlauf, in dem die Gruppe die Abläufe selbständig anwendet.
Abschluss mit Kursbesprechung und Empfehlungen: Was sitzt, wo fehlt Übung, welches Material lohnt die Anschaffung, welche Route wäre ein sinnvolles erstes Ziel.
Anreise: wird mit dem Kursort kommuniziert. Der Kursort wird nach Verhältnissen und Gruppe festgelegt.
Für Kletterer, die selbständig Mehrseillängen im Bereich 5c+/6a klettern und mit mobilen Sicherungsmitteln umgehen können und die nächsten Schritte Richtung lange Wand planen, zum Beispiel El Capitan oder vergleichbare Routen. Auch wer moderate Mehrseillängen effizienter machen will, profitiert von den Techniken.
Nein. Der Tag ist als Einstieg gedacht. Du brauchst Mehrseillängen-Erfahrung und sicheres Seilhandling, aber keine Bigwall-Erfahrung.
Nein. Der Coaching-Tag findet an einem Tag statt, ohne Übernachtung. Wir bauen das Portaledge auf, hängen es ein, verwalten die Säcke und üben die Abläufe. Eine Nacht in der Wand ist ein Schritt für später, zum Beispiel in einem mehrtägigen Coaching oder bei unseren Portaledge Übernachtungen gedacht. Melde dich gerne, falls du eine Übernachtung noch anhängen möchtest.
Bigwall-Gruppenmaterial wie Haulbag, Portaledge und Seilrollen für Haulsysteme sowie Seil und Gruppenmaterial. Persönliche Ausrüstung wie Gurt, Helm, Kletterschuhe, Abseilgerät und Schlingen bringst du selbst mit. Steigklemmen und Trittleitern nehmen wir auch mit.
Ein Haulbag, oft «PIG» genannt, ist ein grosser, robuster Sack, in dem das Material für mehrere Tage in der Wand transportiert wird und der bis zu 100 kg wiegen kann. Er wird beim Bigwall-Klettern nachgezogen. Das ist kraftaufwendig, vor allem in geneigten Passagen, wo neben dem Gewicht auch die Reibung am Fels dazukommt.